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Freiwillige Feuerwehr probt den Ernstfall

Von Ina Almeroth


Bereits nach vier Minuten ist der erste Einsatzwagen aus Großschönau vor Ort. Mit Atemschutzgeräten stürmen die Männer der Freiwilligen Feuerwehr das Haus und retten den ersten Bewohner aus dem Gebäude.

Wenige Minuten später ist ein weiteres Löschfahrzeug aus Großschönau am Ort des Geschehens angelangt. Die Männer beginnen das Feuer zu löschen, um ein Übergreifen des Brandes auf das Nachbargebäude zu verhindern. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Waltersdorf lassen ebenfalls nicht lange auf sich warten. Selbst die Kollegen aus dem tschechischen Varnsdorf sind 13 Minuten nach dem Alarm eingetroffen.

Nach 30 Minuten haben die ungefähr 31 Einsatzkräfte den Brand, der sich auch noch auf den Dachstuhl des Gebäudes ausgeweitet hat, gelöscht. Die sechs Bewohner des Hauses konnten ebenfalls gerettet werden. „Es gibt keine Schwerverletzten. Die Bewohner haben alle vermutlich nur eine Rauchvergiftung erlitten“, sagt Zugführer Harald Müller.

Was sich hier nach einer Brandkatastrophe in Großschönau anhört, ist jedoch nur eine Übung, die die Freiwillige Feuerwehr am Montag durchgeführt hat. „So eine Einsatzübung findet bei uns zweimal im Jahr statt“, erklärt Harald Müller. Und das angeblich brennende Gebäude steht eigentlich schon seit Jahren leer.

Das komplizierte an dieser Einsatzübung sei die Lage des Wohnhauses, denn die hintere Seite des Gebäudes liegt genau an der Mandau. Deshalb können die Einsatzkräfte diese Seite nur über die Brücke und von der anderen Uferseite aus löschen. Neben den typischen Löschfahrzeugen, setzten die Kameraden aus Varnsdorf auch eine Schwimmpumpe ein. „Mit dieser Schwimmpumpe können wir das Wasser auch aus niedrigen Gewässern abpumpen. Das ist für die Mandau natürlich ideal“, sagt Harald Müller.

Doch nicht immer ist es nur eine Übung, wenn in Großschönau die Sirene ertönt. Bereits achtmal musste die Freiwillige Feuerwehr in diesem Jahr zum Einsatz ausrücken. Deshalb sind sie froh, dass es diesmal nicht wirklich gebrannt hat, sondern nur der Ernstfall geprobt wurde. Dennoch seien diese Einsatzübungen wichtig, damit die Kameraden das Verhalten in solchen Situationen üben können.

Mit dem Ergebnis der Einsatzübung ist Zugführer Harald Müller zufrieden. Er hat seine Feuerwehrkameraden während der Übung genau beobachtet und sich alles Wichtige notiert. Im Anschluss an die Übung wurde der Einsatz noch ausgewertet.

Ausgeklungen ist der Abend dann mit einem gemütlichen Beisammensein. Hier konnten die Männer der Freiwilligen Feuerwehren aus Großschönau, Waltersdorf und Varnsdorf bei einem kleinen Abendbrot in gemütlicher Runde noch etwas plaudern.

Sechs Bewohner wurden aus dem brennenden Haus geborgen. Foto: Ina Almeroth

Zu einer gemeinsamen Übung – einem Hausbrand mit Personenrettung – rückten am Montagabend die Großschönauer, Waltersdorfer und Varnsdorfer Feuerwehren aus. Die Brandbekämpfung erfolgte aus allen verfügbaren Rohren, hier im Vordergrund Mitglieder der Großschönauer Wehr. Foto: Thomas Knorr

 Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 12.05.2010

Jugendwehren aus zwei Ländern beim Spiel ohne Grenzen

Seit vielen Jahren arbeiten die jungen Kameraden grenzüberschreitend mit tschechischen zusammen.

Zum zwölften Mal veranstaltete die Jugendfeuerwehr Seifhennersdorf jetzt ihr „Spiel ohne Grenzen“ im Waldbad Silberteich. „Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte unsere Bürgermeisterin Frau Berndt und unser Jugendwart Steffen Fiedler die angereisten Jugendfeuerwehren aus Rumburk, Krasna Lipa, Neugersdorf, Leutersdorf, Varnsdorf, Großpostwitz, Kralovstvi, Sluknov, Horni Podluzi, Großschönau und Rybniste“, berichten die jungen Kameraden. Insgesamt gingen 119Kinder in 15 Gruppen an den Start. Verschiedenste Geschicklichkeitsaufgaben gab es an zwölf Stationen zu bewältigen. Eine Aufgabe war zum Beispiel das Aufrollen von Schläuchen auf eine Holzstange zu einem Wagenrad. Wenn man die Schläuche nicht stramm genug aufwickelte, fiel das Ganze in sich zusammen. Weitere Aufgaben waren ein Hindernisparcour und ein Reifenlauf. Das Team der Silberteichbaude bereitete für 160Personen Essen vor. Nach der Mittagspause überreichten Wehrleiter Andreas Fuchs und Jugendwart Steffen Fiedler allen Teilnehmern ein Geschenk: einen Vollyball, Werbematerial über die Oberlausitz und natürlich Süßigkeiten.

Die Jugendfeuerwehr freut sich besonders über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, die das Bad zur Verfügung stellt und die Unterstützung von der Silberteichbaude. Auch Dolmetscher, alle Wehrmitglieder und deren Ehefrauen helfen, damit diese internationale Veranstaltung immer wieder gelingt. (SZ)

 Gemeinsam absolvierten Mitglieder deutscher und tschechischer Jugendwehren im Silberteichbad Seifhennersdorf sportliche Stationen. Foto: privat

Gemeinsam absolvierten Mitglieder deutscher und tschechischer Jugendwehren im Silberteichbad Seifhennersdorf sportliche Stationen. Foto: privat

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 26.04.2010

 

Katastrophenschützer lassen sich beim Wasserversorger schulen

Von Angelika Hoyer

Nicht nur für T-Shirts, sondern auch für eine gute Ausbildungsstunde sorgte Mittwoch die Sowag.

Die 24Männer vom Löschzug des Katastrophenschutzes des Landkreises wollten es am Mittwochabend genau wissen. Wie wird bei einem Ernstfall die Wasserversorgung aufrechterhalten? Kann bei Bränden mehr Löschwasser an die Hydranten geschickt werden? Diese und andere Fragen beantworteten Michael Kuba und Heike Neumann, Geschäftsführer der Sowag, im Rahmen einer gemeinsamen Schulung, die in den Räumen des Versorgers stattfand.

Der Technische Geschäftsführer zeigte den Katastrophenschützern um Zugführer Wolfgang Rücker wie man in der Leitstelle einen Druckabfall bemerkt oder zusätzliches Wasser in die Leitungen schicken kann. „Wir können uns eine noch engere Zusammenarbeit gut vorstellen“, so Heike Neumann. In einem Katastrophenfall spiele die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung eine zentrale Rolle. Bei der Schulung gab es gleich einige Vorschläge für eine bessere gegenseitige Information. Eine entsprechende Veranstaltung für die Wehrleiter der Feuerwehren soll folgen.

Michael Kuba, Technischer Geschäftsführer der Sowag, erklärt den Kameraden des Katastrophenschutzes das funkgesteuerte Fernüberwachungssystem am Computer. Die blauen Shirts für die Kameraden des Löschzuges (insgesamt 35) hat der Versorger gesponsert. Foto: Matthias Weber

Michael Kuba, Technischer Geschäftsführer der Sowag, erklärt den Kameraden des Katastrophenschutzes das funkgesteuerte Fernüberwachungssystem am Computer. Die blauen Shirts für die Kameraden des Löschzuges (insgesamt 35) hat der Versorger gesponsert. Foto: Matthias Weber

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 16.10.2009

Rettungskräfte demonstrieren Bereitschaft

Zum ersten Blaulichttag des Kreises Görlitz unter Regie des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen hatten sich Angehörige all jener Verbände auf dem Zittauer Marktplatz versammelt, die in einem Ernstfall zum Einsatz gerufen werden.

Hauptbrandmeister Hagen Kettmann hatte am Sonnabend den Hut für diese Präsentation auf. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Beiersdorf wurde am Sonnabend offiziell in sein Amt als Verbandschef der Katastrophenschutzeinheit Süd berufen. Insgesamt 19 Züge gehören dazu. Allesamt kommen aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehren, der Wasserwacht, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Bergwacht und des DRK. Gerufen werden sie jeweils auf besondere Anforderung durch den Katastrophenschutz. Vertreten waren am Sonnabend auch das Technische Hilfswerk und die Bundespolizeidirektion Ebersbach. „Wir gehören zwar nicht zu den Kräften, die dem Landkreis unterstellt sind, sondern werden direkt auf Bundesebene eingesetzt“, erklärt Roland Szczuka, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Zittau. „Aber unsere Aufgaben greifen im Ernstfall unmittelbar ineinander. So ist es nur logisch, dass wir uns ebenfalls heute hier vorstellen.“ (rc)

-im Ernstfall immer bereit-

"Der Unimog U1550L, den ich fahre, ist Teil des Löschzuges und für die Wasserversorgung über lange Wegsrecken vorgesehen. Dazu kommen noch Fahrzeuge aus de Bestand der Wehren von Hirschfelde un Oybin. Mit dem Schlauchmaterial, das ich mitführe, können wir im Bedarfsfall bis zu zwei Kilometer überbrücken. Das braucht man für schwierige Geländeabschnitte, z.B. im Wald, im Zittauer Gebirge oder bei Bränden abgelegener Bergbauten.

Stefan Schumann, 21 Jahre, Freiwillige Feuerwehr Großschönau

-zufrieden mit der Präsentation-

"Ich leite das Sachgebiet Katastrophenschutz/Zivilschutz in der Außenstelle Niesky des Landratsamtes. Wir organisieren den Katastrophenschut und erarbeiten die handlungsvirschriften für Waldbrand, Hochwasser, gefährdete Straßen, Autobahnen, Schienenwege, Grenze oder Witterungsunbilden. Wir wollten zeigen, dass wir als Rettungskräfte im Landkreis Görlitz angekommen sind. Das ist uns denke ich gelundekn. Die besucher konnten sehen: Wenn wir gebraucht werden, sind wir da.

Ingelore Ruge, 51 Jahre, Sachgebietsleiterin

-interessiert an der Technik-

"Ich finde es schon interessant, hier zu shen, welche Kräfte und Mittel im Ernstfall für den Katastrophenschutz in zittau und im Kreisgebiet zur Verfügung stehen. Heute freut sich über den Besuch bei dieser Präsentation ganz besonders unser Sohn Leon. Er hat am Dienstag zu seinem zweiten Geburtstga eine Spielzeug-Feuerwehr geschenkt bekommen. Nun kann er mal sehen, wie groß die roten autos in Wirklichkeit sin. Er kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Uwe Buttig, 34 Jahre, Physiotherapeut, Besucher

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 07.09.2009

Nachrichten

Blaulichtpokal geht an Großschönauer Wehr

Großschönau

Beim jüngsten Schlauchbootrennen im Waldstrandbad bei Trixi traten acht Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Zittauer Gebirge an. Auch aus Varnsdorf in Tschechien waren Kameraden dabei. Bedingung waren zwei funktionstüchtige Schlauchboote, sechs Mann zum Rudern und ein Steuermann. Sie hatten eine Strecke von 500 Metern mit Hindernissen zu absolvieren. Tagesbestzeit lieferte die Wehr aus Waltersdorf mit gut fünf Minuten. Sieger wurde im Stechen die Wehr aus Großschönau. Sie erhielt den Blaulichtpokal. (sil)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 07.07.2009

Nachrichten


Schrecksekunde für den Anglerverein

Großschönau

Vor wenigen Tagen wurde Klaus-Peter Scharf vom Anglerverein Großschönau von der Polizei gerufen. Am Finkenhübel nahe der Grenze zu Tschechien bahnte sich in Großschönau eine braune Brühe ihren Weg. „Offenbar war eine Klärgrube übergelaufen“, sagte Klaus-Peter Scharf. Die hinzugerufene Feuerwehr musste nicht eingreifen, denn die Tunke versickerte in einem Graben, anstatt in die Mandau abzulaufen. „Glücklicherweise war es nur wenig Brühe“, sagte der Angler jetzt. (sil)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 28.04.2009

Großschönauer Haus ist nach Brand unbewohnbar

Von Jan Lange


Am Donnerstagabend brannte ein Wohnhaus an der Waltersdorfer Straße. Die Polizei ermittelt .


Ein Wohnhausbrand hat am Donnerstag die Feuerwehren von Großschönau und Waltersdorf „in Atem gehalten“. „Wir wurden abends kurz nach halb sieben darüber alarmiert, dass ein Wohnhaus in der Waltersdorfer Straße brennt“, berichtet der Großschönauer Wehrleiter Dieter Neumann.

 

Zum Zeitpunkt der Alarmierung seien fünf Feuerwehrleute vor Ort im Depot gewesen, die sich sofort an den Ort des Geschehens begaben. „Als wir dort eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus den Dachfenstern“, so Neumann weiter. Nach gut einer Stunde sei der Brand, der im Dachboden ausgebrochen war, gelöscht gewesen.

 

Die Besitzer des Hauses konnten sich aus eigener Kraft retten. Allerdings wurden sie mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hat dieses bereits am Freitag wieder verlassen, wie der Wehrleiter gegenüber der SZ erklärte. Seine Ehefrau muss derweil weiterbehandelt werden. Sie hatte versucht, das Feuer zu löschen und sich dabei Brandwunden im Gesicht geholt.

 

Wie es zu dem Brand in dem Großschönauer Wohnhaus kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Am Freitag hatten die Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufgenommen. Auch zur Höhe des Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

 

An dem Einsatz waren insgesamt 32 Feuerwehrleute aus Großschönau und Waltersdorf sowie zwei Kameraden aus Zittau beteiligt. „Wir mussten von der Zittauer Feuerwehr die Leiter anfordern“, erklärt der Großschönauer Wehrleiter. Diese konnte allerdings wegen vorhandener elektrischer Oberleitungen nicht eingesetzt werden. Der Brand sei deshalb von innen bekämpft worden. „Unser Ziel war es, das Dach zu halten“, sagt Neumann. „Dies ist uns auch gelungen. Wir mussten es nur an zwei kleinen Stellen aufmachen.“ Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten durch die Verkleidung des Dachbodens, die von der Feuerwehr erst entfernt werden musste.

 

Dennoch sei das Gebäude derzeit unbewohnbar. Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker, der zum Einsatzort geeilt war, versprach dem Ehepaar Hilfe der Gemeinde. „Wir werden ihnen natürlich eine Wohnung zur Verfügung stellen“, so der Bürgermeister.

 

Quelle: Sächsische Zeitung 6. Dezember 2008

Für die Varnsdorfer Wehr ist die Grenze seit vier Jahrzehnten offen

Von Jan Lange

Mit der Löschtruppe aus Tschechien verbindet die Großschönauer Feuerwehr seit Ende der 60er Jahre eine enge Partnerschaft.

Der Brand eines Mehrfamilienhauses sorgt in der Regel für keine guten Erinnerungen. Die Großschönauer Feuerwehr verbindet damit allerdings auch Gutes. Durch ein solches Unglück entstand nämlich die enge Freundschaft mit der Wehr in Varnsdorf, die inzwischen seit vier Jahrzehnten besteht. 1967 brannte an der deutsch-tschechischen Grenze ein großes Wohnhaus. „Als wir am Ort des Geschehens ankamen, waren die Kollegen aus Varnsdorf bereits auf dem Dach, um die Flammen zu löschen“, erinnert sich Gemeindewehrleiter Dieter Neumann an den damaligen Einsatz.

Auch gesellige Treffen

Auch nach diesem Löscheinsatz blieben die beiden Wehren in Kontakt und bauten diesen über die Jahre immer weiter aus. Neben gemeinsamen Übungen und Löscheinsätzen kam auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz. Die Feuerwehrleute wandern beispielsweise zusammen durch die Umgebung oder trafen sich bei Tanzabenden im „Volksgarten“ in Varnsdorf. Aus den Kontakten zwischen den Wehren entwickelten sich in den vergangenen 40 Jahren auch viele private Freundschaften zwischen einzelnen Feuerwehrleuten. „Mit dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Varnsdorf, Jiri Sucharda, treffen wir uns oft privat“, erzählt der Großschönauer Feuerwehrchef, der seit 1963 Mitglied der Löschtruppe ist.

Kurz nach dem Beginn der Partnerschaft entstand aufgrund des „Prager Frühlings“ eine unfreiwillige, etwa zwei Jahre dauernde Pause, in der es keine regelmäßigen Besuche zwischen den beiden Wehren gab. Anfang der 70er Jahre entspannte sich die Situation aber wieder. In den Folgejahren unterstützten sich die Wehren immer wieder bei größeren Bränden wie zum Beispiel dem Flächenbrand auf dem Finkenhübel in den 80er Jahren. Im Ernstfall stellte auch das Grenztor an der Hauptstraße kein Hindernis dar. Nachdem dieses Ende vorigen Jahres abgebaut wurde, ist natürlich vieles leichter geworden. So muss die Varnsdorfer Feuerwehr jetzt nicht mehr über Seifhennersdorf anrücken.

Probleme können aber dennoch manchmal auftreten. So im Falle der geplanten gemeinsamen Übung am vergangenen Wochenende. Diese musste nämlich kurzfristig aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Aber sie soll auf jeden Fall nachgeholt werden, verspricht Dieter Neumann.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalausgabe Zittau vom 07.11.2008

 

 

Feuerwehrübung in Schlauchboot- Fabrik


Zu einer Feuerwehrübung rückten am Sonnabend die Feuerwehren von Großschönau, Waltersdorf, Hainewalde, Bertsdorf-Hörnitz und Varnsdorf aus. Bei der Übung wurde ein Brand im zweiten Obergeschoss des Schlauchboot-Werkes in Großschönau simuliert. Über 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Zum ersten Mal arbeiteten die Leitstellen in Löbau und im tschechischen Usty zusammen. Inhalt der Übung war es, nicht nur den Brand zu bekämpfen sondern auch zehn vermisste Personen aus der Fabrik zu retten. (SZ)

 

"Emma" zieht über Deutschland

Sturm knickt viele Bäume um
Von Cornelia Mai & Anja Beutler

Landkreis. Der Forst hat vom Sturmtief „Emma“ am meisten zu spüren bekommen. Im Verkehr gab es kaum Hindernisse.

Auch wenn die großen Sturmschäden am vergangenen Wochenende glücklicherweise ausblieben – die Rettungskräfte hatten trotzdem alle Hände voll zu tun: Insgesamt 40-mal mussten die Freiwilligen Feuerwehren des Kreises ausrücken, um Sturmschäden und Wassereinbrüche zu beseitigen. Das meldete gestern Vormittag die Pressestelle des Landkreises.

Wie bereits ein Jahr zuvor, hatte die Großschönauer Wehr im Sturm mit maroden Industrie-Ruinen zu kämpfen – in diesem Fall war es herabfliegende Dachpappe vom ehemaligen Frottana-Werk: „Die Dachpappe ist im Laufe der Jahre immer wieder geflickt worden und war teilweise lose, sodass der Wind Angriffspunkte hatte“, erklärt Rainer Milde, Sachgebietsleiter Ordnungsverwaltung aus Großschönau.

Dachpappe fliegt auf Straße

So flogen am Sonnabendnachmittag die Dachfetzen mit hoher Geschwindigkeit bis auf die Straße. Da der Eigentümer der Fabrik in Spanien sitze und schwer erreichbar sei, habe die Gemeinde die Straße abgesperrt, erklärte Milde.

Generell waren es aber vor allem umgestürzte Bäume und – wie auf der Kreisstraße zwischen Großschönau und Hörnitz – örtliche Überflutungen wegen des starken Regens, was den Einsatzkräften zu schaffen machte. So wie an der S135 zwischen Großschönau und Spitzkunnersdorf – nahe des Forsthauses – waren vielerorts Bäume auf Straßen gefallen. Auch die S128 zwischen Niederoderwitz und Großhennersdorf, die B178 kurz vor dem Abzweig Obercunnersdorf/Herwigsdorf, die Ortsverbindungsstraßen zwischen Wittgendorf und Schlegel sowie zwischen Lückendorf und Eichgraben blockierten kurzzeitig umgefallene Bäume. Allein die Zittauer Wehr rückte aus diesem Grund am Wochenende 13-mal aus.

Dank des überall schnellen Handelns der Feuerwehr hatte „Emma“ aber letztlich keine Auswirkungen auf den Personennahverkehr der KVG. Laut Alfons Dienel erschwerten den Busfahrern weder Aquaplaning noch Windbruch oder andere Hindernisse die Arbeit. Auch Lausitzbahn und Deutsche Bahn meldeten für die Region „keine größeren Beeinträchtigungen“. Laut DB-Sprecher Jörg Böhmisch lief der „Bahnverkehr bereits gestern auf allen Strecken wieder ganz normal“.

Erneut schwere Waldschäden

Weniger optimistisch klang die Bilanz gestern bei der Forstdirektion in Bautzen. Eine erste Hochrechnung ergab gestern Vormittag für den Raum Löbau-Zittau einen Windbruch von 4500 bis 5000Festmeter Holz. Grob gerechnet seien das an die 10000 bis 12000Bäume, sagt Willfried Mannigel. Der wahre Umfang könnte aber gut und gern doppelt so hoch sein, erklärte der Abteilungsleiter für den Privat- und Körperschaftswald im Sachsenforst.

Auch wenn das Ausmaß der Schäden an die von „Kyrill“ nicht heranreiche, hätten die damals entstandenen Schneisen dem jüngsten Sturmtief „Emma“ erneute Angriffsstellen geboten. Denn vor allem die Fichtenbestände seien erneut in Mitleidenschaft gezogen worden. Auf dem zum Teil stark durchnässten Boden waren sie als Flachwurzler besonders gefährdet. Diese neu umgeworfenen Bäume bilden zudem gute Brutmöglichkeiten für den Borkenkäfer.

Deshalb appelliert Mannigel an Spaziergänger: „Es könnte sein, dass einige Wege jetzt noch zugeworfen sind, weiterer Windbruch lässt sich nicht völlig ausschließen. Deshalb sei Vorsicht beim Betreten des Waldes geboten. Den privaten Waldbesitzern rät er, sich schnellstens einen Überblick über den Zustand ihres Waldes zu verschaffen. Bei größeren Schäden sollten sie umgehend Kontakt zum jeweiligen Revierförster aufnehmen.

„Wir fangen heute dort wieder an, wo wir am Freitag im Wesentlichen mit der Aufarbeitung des Bruchholzes fertig geworden waren“, sagte der Löbauer Revierförster Christian Freudenberger gestern. Am Löbauer Berg und am Rotstein waren einzelne Windbrüche im Fichtenbestand verzeichnet worden. Vom Berzdorfer See gab indes Förster Manfred Schneider Entwarnung: Er könne keine „nennenswerten Schäden“ verzeichnen.

Quelle: SZ 04.03.2008

 

Kreis ist in Sorge um Feuerwehr

Landkreis. Dem Landkreis Löbau-Zittau bereiten der Mitgliederschwund und der fehlende Nachwuchs bei vielen Feuerwehren Sorgen. So habe eine Überprüfung des Kreises ergeben, dass von 67 Ortsfeuerwehren am Tag nur 31 voll einsatzbereit waren. Die anderen seien im Notfall auf Hilfe der Nachbarn angewiesen, teilte das Landratsamt mit. Landrat Günter Vallentin betonte deshalb, dass dieses Problem nicht ohne Maßnahmen durch die Politik zu lösen sei. Wie diese aussehen sollen, ließ er jedoch zunächst offen.

Fast 670-mal ist im zu Ende gehenden Jahr die Feuerwehr im Landkreis ausgerückt. Wie die Pressestelle mitteilte, seien die Freiwilligen Wehren bis Mitte Dezember zu 163 Bränden gerufen worden. Darunter waren elf Großbrände wie zum Beispiel im alten Zollamt Zittau und in einem Getreidesilo im Löbauer Ortsteil Eiserode.

Weitere rund 400 Einsätze waren nötig, um eingeklemmte Unfallopfer zu befreien, Wasser- und Sturmschäden zu beseitigen oder Menschen und Tiere aus Notlagen zu befreien. Nach Angabe der Statistiker lag die Zahl dieser Einsätze leicht unter der des Jahres 2006. Nicht mitgezählt wurden jeweils die rund 100-mal, in denen die Feuerwehr wegen eines Fehlalarmes umsonst ausgerückt ist.

Im Landkreis Löbau-Zittau gibt es 33 Gemeindefeuerwehren, die sich in 68 Ortsfeuerwehren untergliedern. Zu Beginn dieses Jahres zählte die Statistik insgesamt 1845 aktive Feuerwehrmitglieder. (SZ)

[Sächsische Zeitung vom 27.12.2007]

 

Gemeinsame Ausbildung

Am Samstag, den 20.10.2007 fanden sich alle Maschinisten der Feuerwehren Waltersdorf, Hörnitz und Großschönau, sowie Vertreter der Feuerwehr Hainewalde zusammen, um an einer gemeinsamen Maschinistenausbildung teilzunehmen.
Ziel dieser war neben der Ausbildung in Theorie und Praxis an sich auch das gegenseitige Kennenlernen der Technik von der Nachbarfeuerwehr.
Als Fazit will man diese Ausbildung nächstes Jahr auf jeden Fall wiederholen.

 

Brandschützer pumpen vereint Wasser

Neusalza-Spremberg. Mit 39 Handdruckspritzen haben Wehren aus der ganzen Region am Sonnabend einen neuen Rekord aufgestellt.

Gegen 16:45 Uhr sind die Gastgeber des großen Handdruckspritzentreffens von der Neusalza-Spremberger Feuerwehr selbst dran. Mit ihrer historischen Handdruckspritze, die seit 1880 im Besitz der Wehr ist, pumpen die Männer das Wasser die letzten 20 Meter bis zum Brunnen auf dem Obermarkt der Stadt. Dann ist es geschafft: In einer riesigen Fontaine sprudelt das Wasser gen Himmel und mehrere Böllerschüsse verkünden, dass der Rekordversuch geglückt ist.
Mit ingesamt 39 Handdruckspritzen haben die Brandschützer einen ganz neuen Rekord aufgestellt. Von der Spree pumpten sie das Wasser von Spritze zu Spritze bis auf den Obermarkt. Insgesamt schafften sie das über eine Distanz von 762 Metern - das hat noch keiner vor ihnen versucht. Unterstützung hatten die Neusalza-Spremberger dabei von Feuerwehren aus der ganzen Oberlausitz.
Anlässlich ihres 140. Jubiläums hatte die Neusalza-Spremgberger Wehr zum großen Handdruckspritzentreffen geladen und die befreundeten Wehren aufgerufen, sich am Rekordversuch zu beteiligen.
Gemeldet hatten sich schließlich viel mehr Feuerwehren als erwartet mit ihren historischen Handdruckspritzen, die teilweise noch aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen. Deshalb konnte die Rekordstrecke sogar noch etwas verlängert werden. [...]
Jetzt hoffen die Organisatoren aus Neusalza-Spremberg nur noch, dass der Versuch vom Guinness-Buck der Rekorde anerkannt wird. Dann gibt es einen Eintrag in das Rekordbuch.

Bericht: Romy Kühr

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil Zittau 04.Juni 2007 Seite 19
Auch die Großschönauer Kameraden halfen bei diesem Rekordversuch.

Notruf 112 - Die Feuerwehr berichtet -

Retten, Löschen, Bergen, Schützen.... dieses Motto haben sie schon mal irgendwo gehört?
- Bestimmt! -
Das ist es, was die Feuerwehr von Großschönau veranlasst ihre Arbeit zu tun!
Lange haben wir von uns nichts mehr hören lassen, doch nun ist es soweit, wir haben uns entschlossen, dem interessierten Mitbürger monatlich Bericht über unser Tun zu erstatten – und zwar genau hier!
In der letzten Zeit hat sich einiges bei uns getan.
Die Arbeit mit der Waltersdorfer Feuerwehr wurde mit der Eingemeindung intensiviert und auch die Ausbildung der Jugend erfolgt mit gemeinsamer Kraft. Es wurden mit den Feuerwehren der Umgebung auch schon sehr erfolgreiche Übungen gefahren. Man stellt sich also gut aufeinander ein. Was sich auch in gemeinsamen Einsätzen schon gezeigt hat.
Wir sind inzwischen auch grenzüberschreitend tätig.
Die eigentlich schon fast traditionelle Arbeit mit der Varnsdorfer Feuerwehr wurde mit einem Löschhilfevertrag noch einmal verstärkt, so dass wir immer genug Unterstützung erhalten können. Besonders wichtig ist diese Zusammenarbeit, wenn es um Umweltfragen geht, wie zum Beispiel die Verunreinigung der Mandau, die von Zeit zu Zeit auftritt. Mit vereinten Kräften können diese Zwischenfälle jedoch schnell in Vergessenheit geraten.
Der größte Teil unserer Arbeit dürfte wohl unschwer zu erraten sein, warum sonst heißt das ganze Feuerwehr? Wir kümmern uns nach wie vor um die Brandbekämpfung, die ja wohl jeder irgendwann einmal in Anspruch nehmen muss, auch wenn wir das nicht hoffen.
Auch die unschöne Aufgabe der Einsätze bei Unfällen gehört zu unseren Aufgaben, sowie die Beseitigung von Sturmschäden.
Natürlich sind auch wir nicht im Mittelalter stehen geblieben und ziehen mit der Kutsche durchs Dorf, sondern sind mit moderner Ausrüstung bei der Arbeit. Die großen Wagen der Feuerwehr dürften wohl auch kaum zu übersehen sein. Doch anscheinend scheint sich keiner so richtig für diese Technik zu interessieren. Woran liegt es sonst, dass sich unsere Reihen ein wenig lichten?
Was ja nicht heißt, dass es so bleiben muss, denn es gibt ja auch hier noch viele kräftige Menschen, die ihr Können vielleicht unter Beweis stellen möchten.
Wir möchten hiermit alle ansprechen, die auch in Großschönau und Umgebung arbeiten, um für Einsätze zur Verfügung zu stehen. Denn auch an uns geht die Abwanderung durch entfernte Arbeit nicht spurlos vorbei. Wer also das Drängen verspürt sich an den Aktivitäten der Feuerwehr zu beteiligen, sollte dies ruhig kund tun. (siehe Karte) Selbstverständlich sind damit nicht nur junge Leute angesprochen, sondern auch die, welche in ihren besten Jahren sind, da Feuerwehr eigentlich keine Frage von Alter, sondern von Mut ist.
Natürlich ist auch gegen finanzielle Hilfe nichts einzuwenden.
Niemand sollte denken, dass Feuerwehr nur Männersache ist! Nein, auch einige wenige Frauen mischen das, sonst so von den Herren der Schöpfung beanspruchte Milieu, auf.
Sie werden auch keines Wegs nur zum Kaffeekochen abgestellt. Das Mitwirken bei Einsätzen ist durchaus sehr erwünscht! Allerdings sollte ein gewisses Selbstbewusstsein immer mit von der Partie sein. Vielleicht gibt es ja auch in Großschönau einige interessierte Weiblichkeiten, die die Arbeit der Feuerwehr mit ihrer Kraft unterstützen möchten. Denn Frauen können meist mehr leisten, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.
Bei wem wir nun das Verlangen oder wenigstens das Interesse an der Feuerwehr angestachelt haben sollten, der sollte sich nicht scheuen, sich an uns zu wenden.

A. Heine


FFW Großschönau
Freiwillige Feuerwehr Großschönau
Bahnhofstraße 10
Ansprechpartner: Dieter Neumann
Tel.: 035841/38662
Ort: Feuerwehrdepot


 


 

 
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