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Ein ereignisreicher September

Dieser Rückblick richtet sich auf drei Ereignisse, die nicht zum regulären Dienstbetrieb unserer Feuerwehr gehören, für das Leben in unserer Gemeinde aber durchaus bedeutsam sind. Das erste war das 12. Oberlausitzer Dreiecksrennen, das am 12. und 13. September zunächst erfolgreich stattfand und am Sonntagnachmittag durch einen schweren Unfall mit Todesfolge einen tragischen Verlauf nahm. Die Veranstaltung wurde daraufhin bekanntlich beendet. Unsere Kameraden der Gemeindefeuerwehr sichern seit dem Beginn dieser Rennen die Veranstaltungen zuverlässig ab. Anlässlich des diesjährigen Verlaufes richtete Wehrleiter Fabian Hälschke folgende Nachricht an die beteiligten Kameraden:

 

„Ein großes Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden die an diesem Wochenende das Oberlausitzer Dreieck abgesichert haben . Egal, welcher Einsatz, es wurde durch Feuerwehr und DRK strukturiert und sicher gehandelt. Darauf können wir stolz sein. Das tragische Ende des Dreiecksrennens wird viele Fragen aufwerfen und im Nachgang werden es viele vermeintlich besser wissen. Aus Sicht der roten und weißen Einheiten war trotz aller Tragik eine eingespielte Zusammenarbeit deutlich sichtbar!“

Einen sehr schönen Verlauf nahm demgegenüber die Feier zum 30jährigen Jubiläum des Spielmannszuges der Feuerwehr Großschönau. Die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten waren eine Gemeinschaftsleistung der Kameraden von Feuerwehr und Spielmannszug. Ein großes Festzelt war errichtet worden, um auf jede Wetterlage vorbereitet zu sein. Zum Glück herrschte an diesem denkwürdigen 19. September wunderbares Spätsommerwetter, so dass alles stimmte: eine großartige Veranstaltung, gute Verpflegung, gutgelaunte Gäste und die herzliche Gratulation von allen Seiten, den Gast-Spielmannszügen aus Oberkunnersdorf und Nochten, von Bürgermeister Frank Peuker, von Pfarrer Gerd Krumbiegel, dem Gemeindewehrleiter Fabian Hälschke, dem Landkreis (Feuerwehrmusik-Abteilung), befreundeten Vereinen, wie z.B. dem GFC. Außerdem war auch für Unterhaltung gesorgt, etwa durch ein Puppenspiel zum Thema Bremer Stadtmusikanten, dargeboten von Lutz Männel. Im Außenbereich des Depots wurde die beliebte Feuerwehr-Hüpfburg erfolgreich strapaziert. Abends dann der „Musikservice Stefan“ und die „White Hat Drummers“ aus Radeberg. Die Eröffnung war mit Böllerschüssen der Großschönauer Schützengesellschaft und dem Einmarsch der Spielmannszüge vollzogen worden. Es ist nicht möglich, hier alle Einzelheiten auszubreiten. Auch die Zahl der Fotos ist begrenzt. Deshalb sei an dieser Stelle auf die Homepage der Feuerwehr verwiesen, wo es dann eine ausführliche Bildergalerie gibt. Aber es ist angemessen, noch zwei Originaltöne des Dankes zum Fest zu zitieren. Wehrleiter Fabian Hälschke:

„Werte Kameradinnen und Kameraden und alle fleißigen Helfer, ein gelungener 30er Geburtstag unseres Spielmannszuges liegt hinter uns, ein Riesen- Dankeschön an alle die mit geholfen haben! Es ist immer schwer allen gerecht zu werden aber ein besonderer Dank gilt den Frauen hinter den Kulissen, aber auch der Verpflegungs- Mannschaft, den fleißigen Kuchenbäckern, der Küchen- Crew sowie den „Zapfhähnen ". Alles in allem hat wieder „das wir" entschieden!“

Und Anja Honisch, Chefin des Spielmannszuges:

„Der 19.9.2026, ein grandioser Tag! VieleGratulanten,GästeunddieGastspielmannszügeausObercunnersdorfund Nochten feierten mit uns das 30 jährige Jubiläum des Spielmannszuges der Feuerwehr Großschönau. EinHighlightfolgtedemNächsten.UnteranderemderEinzugder3 SpielmannszügeunddieunterhaltsameGratulation,dieimmerwiederdurchdie fantastische Darbietung der Spielmannszüge und eine ganz tolle Moderation aufgelockert wurde. Der krönende Abschluss waren die Trommler aus Radeberg, die gezeigt haben, was mit Rhythmus und Trommelstöcken alles möglich ist. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei allen Helfern und Unterstützern bedanken,die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.Es wird für uns ein unvergesslicher Tag bleiben. Herzlichen Dank an ALLE.“

Ausblick auf die nächsten Auftritte:

„Der Spielmannszug ist am 30. Oktober in Ludwigsdorf, beim Flenntippelfest am 31.10. im Trixipark, zum Lampionumzug am 4.11. mit der AWO-Kita „Kinderland“ sowie bei der Romantica in Bautzen am 7. November zu hören. Natürlich begleiten wir den traditionellen Faschingsumzug des GFC am11.11.in Großschönau und sind auch wieder in Königshufen zum Laternenumzug am 13.11. dabei.

Falls sie unsere Klänge in Zittau, Jonsdorf und Umgebung hören, liegt es daran, dass

wir in der Zeit um den Martinstag herum bei sehr vielen Umzügen der Kindergärten gebucht sind, worüber wir uns immer sehr freuen.“

Der für Dienstag, den 29.September geplante deutsch-tschechische Austausch vor dem Hintergrund des bevorstehenden 60. Jahrestages der Feuerwehrfreundschaft mit Varnsdorf (Sbor dobrovolných hasičů Varnsdorf) wurde zu einem besonderen, wichtigen Ereignis für unsere Feuerwehr. An sich ging es zunächst um die Idee für ein grenzüberschreitendes Ausbildungscamp und die Nutzung eines Förderprogrammes aus dem Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, wofür die Chancen sehr gut stehen (https://www.zukunftsfonds.cz/gemeinsam-auf-den-spuren-von-literatur-und-erinnerung/).

Hinzu kam, dass der Aufsichtsrat des Fonds am 29. September in Zittau tagte. Florian Oest MdB, der unsere Feuerwehr bereits seit seinem Besuch zu Beginn des Jahres kennt, und unsere JFW-Wart(in) Helene Häber zur „Powerfrau“ ernannte, Mitglied dieses Aufsichtsrates ist. Er schlug einen Besuch des Rates in Großschönau vor, um sich einen persönlichen Eindruck von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der nun fast 60jährigen Feuerwehrfreundschaft (am 25.3.2027 wird gefeiert!) zu verschaffen. Und so kam es nun. Kontakte mit dem Sächsischen Innenministerium bestehen ohnehin, natürlich gibt es auch eine persönliche Verbindung zwischen Florian Oest und Innenminister Armin Schuster, der nicht zuletzt bei den Waldbränden eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn und der Regierung in Prag pflegt, und kurzerhand beschloss, persönlich nach Großschönau zu kommen.

Auf diese Weise wurde der 29. September zu einem außergewöhnlichen Tag für Großschönau. Alles war gut vorbereitet, tschechische und deutsche Einsatzfahrzeuge standen auf dem Hof, Kameraden beider Feuerwehren waren zugegen, ebenso der Spielmannszug. Vertreter des Zukunftsfonds sprachen zu den Versammelten, BM Frank Peuker hielt ein Grußwort, Die Kommandanten Jiři Sucharda und Fabian Hälschke sprachen über ihre Zusammenarbeit, über den gemeinsam bekämpften Waldbrand in der Böhmischen Schweiz und über zukünftige Projekte. Die Ansprache von Staatsminister Armin Schuster wurde zu einem Höhepunkt des Abends. Sein Haupanliegen war die Ermutigung zu weiterer, guter Zusammenarbeit aus der Region heraus. Er stellte dies in einen Zusammenhang zu dem bekannten Satz von John F. Kennedy: Ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country (Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst). Außerdem sprach er auch über sich selbst als überzeugten Europäer und seine Faszination von Grenzregionen. Er kommt vom Rhein, war früher Bundespolizist, Bundestagsabgeordneter, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, Stv. Leiter des Bundespolizeiamtes in Frankfort /O, und seit 2022 Sächsischer Innenminister. Armin Schuster ist nahbar, angenehm im Umgang und kann auf seine Gesprächspartner gut eingehen.

Diese zwei Stunden wurden auf diese Weise zu einem vermutlich gelungenen Auftakt für ein neues Projekt des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Den beiden Politikern, Armin Schuster und Florian Oest, ist, auch vom Autor dieser Zeilen, selbst einem „Ehemaligen“, viel Erfolg für ihre verantwortungsvolle Arbeit zu wünschen.

Am Sonnabend, dem 3. Oktober, also an unserem Nationalfeiertag, versammelten sich die Jugendfeuerwehren des Kreises zu ihrem Wettkampf (KJF-Tag) im Zittauer Weinau-Stadion. Der Wettkampf war wegen Wetterkapriolen auf diesen Tag verschoben worden. Die Mädchen und Jungen unter der Leitung der Jugendwarte Helene Häber und Felix Pavlik hatten weiter hart trainiert, um sich in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen mit anderen zu messen. Ergebnisse:

* 3. Platz / Jungen bis 12 Jahre : Jannik Röthig (Waltersdorf)

* 3. Platz / Jungen bis 18. Jahre : Nick-Luis Fiebiger ( Großschönau)

* Gruppenstafette AK 14: 2:30min 0 Fehler (Platz 3 hatte 2:26min)

* Gruppenstafette AK 18: 2:09min 0 Fehler (3.Platz 1:59min)


Herzlichen Glückwunsch!


Nun heißt es, wieder in den regulären Dienst-Betrieb überzugehen und bis zum Jahresende die Fertig- und Fähigkeiten zu festigen.


© Text Christian Müller

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