Aus unserer Galerie


Seemannsknoten, Spreewaldkähne und Weberschiffchen

Zugegeben, im Gegensatz zu Knoten gehört weder das eine, noch das andere der genannten Wasserfahrzeuge zu den alltäglichen Einsatzmitteln der Feuerwehr, aber irgendwie muss man ja die verschiedenen Ereignisse einigermaßen chronologisch zusammenbringen. Da wäre zuerst über den Kreisjugendfeuerwehrtag zu berichten. Dieser fand am 17. Juni im Zittauer Weinau-Stadion statt. Mehr als 400 Teilnehmer, auch aus Tschechien, wurden bis 8.00 Uhr durch die Jugendfeuerwehrwarte in die Listen eingetragen und nahmen an der Eröffnung teil. Dem Einmarsch der Jugendfeuerwehren und der offiziellen Begrüßung, auch durch den Kreisjugendfeuerwehrwart, folgte zunächst eine Auszeichnungsrunde für besonders aktive Jugendfeuerwehrwarte. Auch Sebastian Funk als Wart der Jugendfeuerwehr Großschönau-Waltersdorf wurde für seine Arbeit gewürdigt.

Danach begannen die Wettkämpfe, bei denen „Seemannsknoten“ in der feuerwehrgemäßen Form eine wichtige Rolle spielten. In der Gruppenstafette „Mädchen bis 18 Jahre“ gelangten die Großschönauer auf den dritten Platz. Im Dreikampf (Knoten binden, Dreierhopp, Keulenwurf) konnten trotz großer Anstrengungen keine Plätze in der Nähe des Podestes errungen werden. Aber darin besteht ja auch ein Ansporn für das nächste Mal.

Die älteren Feuerwehrleute aus Hainewalde, Bertsdorf, Waltersdorf und Großschönau sowie einige Freunde der Feuerwehr starteten am 24. Juni bei schönem Wetter zu einer Ausfahrt. Diese Veranstaltung der Alters-und Ehrenabteilung Großschönau mit Dieter Neumann an der Spitze ist bereits seit ein paar Jahren zu einer Tradition geworden. Dieses Mal fuhr der Bus in den Spreewald. Das erste Ziel war eine Kahnanlegestelle in Burg, und die Teilnehmer tauchten für zwei Stunden in die stille Wasserwelt der Fließe ein. Begegnungen mit anderen Kähnen und Paddelbooten waren problemlos. Wilde Tiere traf man nicht. An Bord gab es sogar Getränke. Die brauchte man auch, um das „Seemannsgarn“ der Kahnführer zu vertragen. Das Mittagessen wurde in einer angenehmen Gaststätte in der Nähe der Kahnstation eingenommen. Man konnte dabei etwas für die Gesundheit tun, indem man Kartoffeln mit Leinöl und Quark verzehrte. Die Herstellung von bestem Leinöl war dann anschließend in der Holländer-Windmühle Straupitz zu erleben, dem nächsten Ziel. Die Heimreise führte durch die Wälder im Umfeld von Boxberg. Nach einem Abendessen in Gebelzig erreichte die Gruppe um 20.30 Uhr wieder das Depot.

Und damit sind wir beim Thema Weberschiffchen angekommen. Am 15. Juli um 16.00 Uhr, während des „Schissn´s“, wird es die zweite Auflage des Weberschiffchen-Rennens auf der Lausur zwischen den beiden Brücken neben dem Kleinen Bad geben. Der geneigte Leser wird sich erinnern, dass die verwendeten „Schiffchen“ nur so aussehen, wie ein Weberschiffchen, dafür aber schwimmfähig sind! Man beachte bitte die Plakate dazu. Veranstalter ist die Feuerwehr Großschönau.

Leider liegen im Leben Freude und Leid immer dicht beisammen. So gehören diese letzten Zeilen einem Nachruf für unseren Kameraden Marko Neumann, der am 12. Mai im Alter von 48 Jahren gestorben war. Die Kameraden nahmen am 31. Mai während der Beisetzung von Marko Abschied und bekundeten der Familie ihr tiefempfundenes Beileid. Wir werden uns immer an ihn erinnern.

© Text CM / Bilder S. Funk, E. Schumann, CM