Die letzten Einsätze

28.11.2017  Hilfeleistung  in Großschönau Hauptstraße  VKU 3 Pkw Auslaufende
22.11.2017  Brandeinsatz  in Spitzkunnesdorf Hauptstraße  Wohnungsbrand / starke
18.11.2017  sonstiges  in Niederkretscham Waltersdorf  Absicherung Brandwache

Aus unserer Galerie


Nach einem unserer zahlreichen Einsätze in diesem Jahr, fragte mich ein junger Mann, was bei uns neulich los war: „Was war denn passiert? Gab`s Verletzte?“ Eine von vielen Situationen, die nach den Einsätzen leider Alltag sind. Also drehte ich den Spieß einmal um und fragte: „Wo bist eigentlich du, wenn die Sirene geht?“ Er winkte ab und sagte: „Das ist, glaub´ ich, nichts für mich! Mitten in der Nacht zum Einsatz, nur weil einer zu schnell gefahren ist und am Baum klebt oder weil ein Schuppen brennt oder Fehlalarm. Nee du, und außerdem habe ich Familie und geh´ ja schließlich auch arbeiten und nach Feierabend is bei mir Zick!“... Schmunzelnd nahm ich seine Aussage zur Kenntnis und grübelte so vor mich hin. Wenn meine Kameraden aus diesen Gründen nicht mehr kommen würden, wer käme dann? Was wäre, wenn die Feuerwehrleute so denken würden?

Mitten in der Nacht heulen die Sirenen, manch einer wird dadurch sogar munter, hört kurz darauf die Martinshörner und denkt: So ein Krach, können die nicht nur mit Blaulicht fahren? Ist doch eh´ keiner auf der Straße. Kaum jemand denkt dabei daran, dass die Feuerwehrleute bis vor einigen Minuten genau so friedlich im Bett lagen .

Es liegt wohl nicht nur am Herbst, wenn wir dazu neigen, Ereignisse, die uns begleiten, nachdenklich zu betrachten. So war das auch rund um das Herbstfest der FFW. Die intensiven Vorarbeiten wurden von den Kameraden in bewährter Weise geleistet, aber es zeichnete sich ab, dass auch dieses Mal der „Wettergott“ nicht sonderlich gnädig sein würde. So war es dann auch. Es war kalt und regnerisch. Der Fischverkauf am Vormittag nahm seinen üblichen Verlauf. Aber um 12.43 Uhr, inmitten der letzten Vorbereitungen für den Start des Herbstfestes, wurde die gesamte Gemeindefeuerwehr alarmiert, um bei einem schweren Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang auf der S 137 zwischen Großschönau und Hörnitz Hilfe zu leisten. Die SZ berichtete am 11. Oktober ausführlich und erwähnte auch die psychischen Belastungen für die Feuerwehrleute bei der Bergung von Schwerverletzten und eines Todesopfers aus einem der Unglücksfahrzeuge. Hinzuzufügen ist, dass eine intensive Aufarbeitung des Einsatzes später folgte. Pfarrer Gerd Krumbiegel stand für zwei Nachsorgetermine zur Verfügung, wofür sich die Feuerwehr herzlich bedankt.

Also fand am Nachmittag des 15. Juli das zweite Weberschiffchenrennen der Großschönauer Feuerwehr auf der Lausur statt. Das Wetter war schön, die „Schiffchen“ waren gut präpariert und die Rennteilnehmer und Zuschauer hoch motiviert. Letztendlich standen immerhin 95 Starter bereit. Doch zunächst wurde die Rennstrecke durch eine achtköpfige Jury in ihrem schmucken, braunen Dress abgenommen. Es ist keine einfache Sache, sich bei einem derartigen Massenstart durchzusetzen, aber es gelang! Deshalb war auch kein Zielfoto nötig, um die drei Erstplazierten zu ermitteln. Die Crew der Feuerwehr gab ihr Bestes, um alle Schiffchen aufzufangen, und sie so vor der weiten Reise in die Ostsee zu bewahren. Selbst Bummelanten wurden noch aus dem Ufergestrüpp herausgeholt und zum Ziel geleitet. Leonhardt Bernd, Sven Eiselt und Johanna Brase belegten die ersten drei Plätze.

Zugegeben, im Gegensatz zu Knoten gehört weder das eine, noch das andere der genannten Wasserfahrzeuge zu den alltäglichen Einsatzmitteln der Feuerwehr, aber irgendwie muss man ja die verschiedenen Ereignisse einigermaßen chronologisch zusammenbringen. Da wäre zuerst über den Kreisjugendfeuerwehrtag zu berichten. Dieser fand am 17. Juni im Zittauer Weinau-Stadion statt. Mehr als 400 Teilnehmer, auch aus Tschechien, wurden bis 8.00 Uhr durch die Jugendfeuerwehrwarte in die Listen eingetragen und nahmen an der Eröffnung teil. Dem Einmarsch der Jugendfeuerwehren und der offiziellen Begrüßung, auch durch den Kreisjugendfeuerwehrwart, folgte zunächst eine Auszeichnungsrunde für besonders aktive Jugendfeuerwehrwarte. Auch Sebastian Funk als Wart der Jugendfeuerwehr Großschönau-Waltersdorf wurde für seine Arbeit gewürdigt.

Ein symbolisches Nashorn mit der Aufschrift „stamps a fire out“ ziert das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Großschönau. Auf gut deutsch geht es nun also darum, eventuelle Feuer nashornmäßig auszutrampeln, kein schlechtes Bild! Doch der Reihe nach. Schon kurz nach 14.00 Uhr strömten am 30. April die ersten Gäste in den Hof des Depots, um bei prächtigem Sonnenschein und der beliebten Blasmusik aus Varnsdorf den Nachmittag zu erleben. Das angekündigte Programm versprach schließlich gleich mehrere Höhepunkte. Delegationen benachbarter Feuerwehren, von Varnsdorf bis Olbersdorf, traten gemeinsam mit der Gemeindefeuerwehr Großschönau neben dem altgedienten W 50-Tanklöschfahreug an, um es in Anwesenheit des Kreisbrandmeisters und seines Stellvertreters in Ehren außer Dienst zu stellen. Zuvor hatte Kommandant Fabian Hälschke die Anwesenden herzlich begrüßt.

Bei sonnigem Frühlingswetter, anders als vor 20 Jahren, nahmen am 25. März die Feuerwehrleute aus Varnsdorf und Großschönau samt ihren Fahrzeugen um 10.30 Uhr am Grenzübergang Aufstellung, um die fünfzigjährige, freundschaftliche Zusammenarbeit und die zwanzigste Wiederkehr der Unterzeichnung des Löschhilfevertrags zu feiern. In der SZ Zittau konnte man den Hergang der gemeinsamen Geschichte ebenso nachlesen, wie auf der Homepage der FFW. Deshalb befasst sich dieser Artikel ausschließlich mit den aktuellen Ereignissen. Nachdem eine Blaskapelle aus Varnsdorf das Ereignis auf freundliche Weise eingeleitet hatte, begann die Feierstunde um 11.00 Uhr mit einer Begrüßung der geladenen Gäste, unter ihnen Hans-Georg Glathe, der vor 20 Jahren als Bürgermeister den Löschhilfevertrag unterzeichnet hatte,

Am Sonnabend, dem 18. März, fand nachmittags auf dem Depot das traditionelle Treffen der Großschönauer Alters- und Ehrenabteilung statt. Der ehemalige GWL und heutige Leiter der Abteilung, Dieter Neumann, begrüßte alle Kameraden und ihre Angehörigen herzlich. Kommandant Fabian Hälschke und sein Stellvertreter Kai Lange nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil. Bei Kaffee und Kuchen wurde zunächst auf das zurückliegende Jahr geblickt. Anhand von Bildern gab Fabian Hälschke einen Abriss zu den Einsätzen und Übungen des Jahres 2016, insbesondere der großen Übung auf Kreisebene am 17. September, bei der unter Beteiligung der Rettungskräfte des DRK ein Massenanfall an Verletzten infolge einer Explosion in einer Waldhütte mit anschließendem Waldbrand im Mittelpunkt stand.

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