Die letzten Einsätze

20.11.2018  Hilfeleistung  in Waltersdorf Ortslage Herrenwalde  Türnotöffnung Hilflose
16.11.2018  sonstiges  in NPH Waltersdorf Eröffnungsveranstaltung GFC 46 Saison  Absicherung
14.11.2018  Hilfeleistung  in Großschönau Hauptstrasse  Auslaufende Betriebstoffe

Aus unserer Galerie


Bilanz eines heißen Sommers

Vergleicht man die dramatischen Ereignisse in Brandenburg und anderenorts mit dem Geschehen hier bei uns zu Hause, wird man zu der Schlussfolgerung gelangen: Wir sind einigermaßen davongekommen! Dabei waren die geleisteten Einsätze für unsere Feuerwehrleute insgesamt strapaziös genug. Der Einsatz am 25. August auf der Waltersdorfer Straße war an sich ziemlich geringfügig. Es ging um ausgelaufene Betriebsstoffe in der Folge eines Verkehrsunfalls zweier PKW. Auch am Tag zuvor war eine kurze Hilfeleistung erforderlich, am Hofeberg, wo Oberflächenwasser in eine Garage zu laufen drohte. Aber zuvor, am 20. August, war unsere Feuerwehr voll gefordert, als sie zur Unterstützung der Löscharbeiten des Großbrandes an der Milchviehanlage in Olbersdorf gerufen wurde. Der TATRA bewährte sich bei der Bekämpfung der Flammen ein weiteres Mal in großartiger Weise, doch die Kameraden waren rund 20 Stunden im Einsatz. Zum Glück gab es Unterstützung durch den Einsatzzug des DRK, der sich schon anlässlich einer großen Einsatzübung als Basisstation auf der Schießwiese und bei dem Unfall am Großschönauer Bahnhof bewährt hatte.

Dadurch bekamen alle Einsatzkräfte eine hervorragende Verpflegung. Ein ausführlicher Bericht zu den Bränden in Olbersdorf und ihrer vermutlichen Entstehung fand sich in der SZ Zittau. Einen eher außergewöhnlichen Einsatz gab es am Vormittag des 15. August, als die Gemeindefeuerwehr zu einem Brandeinsatz auf die Lausche gerufen wurde. Eine junge Frau hatte am Rand des Gipfelplateaus in einer Feuerstelle ein Feuer entzündet. Es herrschte Waldbrandstufe 4, die höchste Gefahrenstufe in der Region. Wanderer hatten die Feuerwehr informiert und die Frau mit Hinweis auf die Brandgefahr angesprochen. Sie ließ sich aber nicht davon abbringen. Drei Feuerwehrleute eilten mit zwei Löschrucksäcken und 80 Litern Wasser auf den Gipfel löschten den Brand. Die junge Tschechin wird anhand von Zeugenbeschreibungen von der dortigen Polizei gesucht. Wem das Gelände an der Lausche vertraut ist, kann ermessen, in welche Lage die Feuerwehr kommen würde, wenn es dort oben zu einem größeren Brand käme. Insgesamt gab es in den Monaten Juli und August sechs Brandeinsätze. Die Gemeindewehrleitung ist sehr froh darüber, dass alle Kameraden von diesen sehr ernsten Einsätzen unversehrt zurückkehrten.

An dieser Stelle ist eine Anmerkung zum Thema „Entschädigung im Ehrenamt“ angemessen, um die die Kameraden vom DRK noch immer kämpfen. Die Feuerwehrleute freuen sich über die Verabschiedung des neuen Investitionspaketes für die sächsischen Feuerwehren und unterstützen die Initiative aus dem Kreis der ehrenamtlichen Helfer aller Organisationen „#status 6 – Helfergleichstellung in Sachsen“, die unter diesem Stichwort eine Petition verfasst hat. Zentrale Forderungen sind: vollständige juristische Gleichstellung der ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen mit den Kameraden der Feuerwehr, ein zeitlich begrenztes Förderprogramm für Investitionen in die Infrastruktur zur DIN-gerechten Unterbringung von Katastrophenschutzeinsatztechnik und Mannschaften, Anpassung der Fördersätze für den Unterhalt der landeseigenen Katastrophenschutzeinheiten. Die Feuerwehr Großschönau bittet um Unterstützung des Anliegens durch Unterzeichnung der Onlinepetition.

Gegenwärtig arbeitet die Großschönauer Wehr wegen des Straßenbaus in der Bahnhofstraße und in Kürze anstehender Baumaßnahmen im Depot unter besonderen Bedingungen. Es musste wegen der angespannten Situation bei den benachbarten Feuerwehren mit der Baufirma eine Lösung gefunden werden, um die Einsatzbereitschaft unbedingt zu gewährleisten, denn der Zugang zum Gelände der FFW war für drei Tage gesperrt. Also „gastierten“ die Einsatzfahrzeuge während dieser Zeit auf dem Bauhof. Die Feuerwehrleitung bedankt sich beim Bauhof für diese Unterstützung der Einsatzbereitschaft. Für die beiden ersten Wochenenden im September standen wieder Absicherungsmaßnahmen an, für die Jubiläumsfeier (666 Jahre) der Gemeinde und das Dreiecksrennen, die über die Erfüllung der Pflichtaufgaben hinausreichten.

Zuletzt, aber an hervorgehobener Stelle, gratulieren die Wehrleitung und alle Kameraden Heike Neumann, die ihren 50. Geburtstag Ende August feiern konnte, herzlich zum Geburtstag und wünschen ihr alles Gute. Damit soll auch ihre Arbeit als Kameradin im Depot besonders gewürdigt werden. Als "gute Seele" der Feuerwehr kümmert sie sich engagiert um die Verpflegung der Kameraden und um den perfekten Zustand der Wirtschafträume im Depot.

© Text CM